Dashboard für SCCM als Beta erschienen

Das der Configuration Manager ein Teil der System Center Familie ist, dies ist ja schon lange bekannt. Bisher hieß es ja immer, dass man durch die anderen Komponenten der System Center Familie eine Suite aufbauen kann. Nur leider will nicht jeder eine riesige Infrastruktur aufbauen, um ein paar Zusatz Funktionen zu nutzen. Dies hat die ConfigMgr Produktgruppe verstanden und hat ein “kleines” Dashboard für den SCCM heraus gebracht.  Dieses befindet sich gerade in der ersten öffentlichen Betaphase. Das Dashboard setzt auf die SharePoint Services 3.0 auf und bietet einige nette Ansichten, die auch per XML erweitert werden können. So können Auswertungen für z.B. folgende Bereiche “out of the box” grafisch angezeigt werden:

  • Software Distribution
  • OS Deployment
  • Software Update Management
  • Desired Configuration
  • vorhandene Betriebssysteme

Laut Jeff Wettlaufer ist die Installation auch sehr einfach durchzuführen. Dies stimmt auch soweit, wenn man schon einen SharePoint Server laufen hat oder mindestens einen Server hat, auf dem die SharePoint Services laufen. Besonders muss man beachten, das eine MSDN oder SQL Express Version vom SQL Server nicht unterstützt werden. Im Dashboard werden Funktionen des SQL Servers benutzt, die in der freien Version nicht zur Verfügung stehen. Somit muss man mindestens eine verteilte SharePoint Services Umgebung aufbauen, die sich in zwei Bereiche gliedert. Erstens installiert man einen SharePoint Frontend Server und zweitens installiert man die Datenbank für die SharePoint Services in einen Backend SQL Server.Hier bietet sich der SQL Server an, wo auch die Datenbank des SCCM Servers der jeweiligen Primary Site installiert wurde. Beide Datenbanken kann man in die gleiche Instanz auf dem SQL Server installieren.

Anbei schreibe ich eine kurze Zusammenfassung wie man die SharePoint Services und das Dashboard installiert.  Für meine Test habe ich einen dedizierten Windows Server 2008 R2 benutzt, da die SharePoint Services den IIS doch um einige Funktionen erweitern und ich meinen SCCM Server nicht beeinträchtigen wollte.

Als erstes werden folgende Komponenten benötigt:

Auf dem Windows Server 2008 R2 habe ich folgende Komponenten installiert:

  • IIS 7.5
  • .net Framework 3.5 SP1
  • SharePoint Services

Danach wurden die SharePoint Services konfiguriert und eine Administrationswebseite eingerichtet.

Hierbei wird als erstes der Namen für die “SharePoint Services” Datenbank angegeben und der User mit dem der SharePoint Services auf diese Datenbank zugreifen kann. Der User braucht in dieser SQL Instanz die folgenden Berechtigungen.

  • dbcreator
  • securityadmin
  • dbo für die SharePoint Datenbank (dies wird automatisch gesetzt)

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Nun gibt man noch einen Port für die Administrationswebseite an, sowie das Zugriffsprotokoll.

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Wenn man den Wizard dann abgeschlossen hat und die Installation erfolgreich durchgelaufen ist, sollte folgende Seite erscheinen.

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Somit kann man sich per Webbrowser auf die Administrationswebseite verbinden. Hierbei muss man in der URL am Ende noch den Port mit angeben. :<Port>

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Ab diesem Punkt sollte der Installation des Dashboards nichts mehr im Wege stehen. Somit kann man mit dem Aufruf des MSI beginnen.

Msiexec /I ConfigMgrDashboard_x86.msi /L*V setup.log

-oder-

Msiexec /I ConfigMgrDashboard_x64.msi /L*V setup.log

Hierbei ist es wichtig, dass man die Konsole mit administrativen Rechten aufruft, da ansonsten die Installation im Bereich “Dashboard Framework” fehlschlägt. Selbst das Log vom MSI bringt einen hier nicht weiter! 🙁 (aber es steht so natürlich im Installation Guide!)

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Im Dashboard Setup muss man wirklich nicht viel konfigurieren. Als ersten gibt man den Server und die Datenbank (gegeben falls die Instanz) an und den User mit dem das Dashboard auf die Datenbank lesend zugreifen soll.

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Danach muss man nur noch den Datenbanknamen für das Dashboard angeben und einen User angeben, dem diese SharePoint Site gehört.

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Sollte man nun alle Informationen richtig eingegeben haben und eine administrative Konsole zur Installation benutzt haben, wird man mit folgender Webseite belohnt. Hierbei muss natürlich auch wieder der Port im URL Aufruf mit angegeben werden.

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Ab diesem Punkt kann man dann anfangen die Webseite seinen Anforderungen anzupassen. Dafür das dieses Produkt noch im Betastadium ist, läuft es recht stabil und bittet sehr viele nützliche Anzeigen.  Es lohnt sich also dieses Produkt in einem Testlab ausgiebig zu testen!

In eigener Sache

Falls Ihr genauso gerne

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